Forschungsplattform Eisenwurzen

ForschungsplattformDie Forschungsplattform Eisenwurzen ist ein Informations-Netzwerk zwischen Region und Wissenschaft und Plattform für die Umsetzung konkreter Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Gemeinsam mit der Bevölkerung arbeiten Fachleute in der Regionalentwicklung, in Nationalparks und Forschungsinstitutionen sowie in der Politik an der nachhaltigen Entwicklung einer Region. Forschungsergebnisse liefern Grundlagen für wichtige Entscheidungen in der Region Eisenwurzen zum Wohl von Mensch und Natur.

Ziele der Forschungsplattform

  • Erhalt des Naturraumes als Lebensgrundlage.
  • Das Zusammenwirken von Menschen, Natur und Umwelt besser begreifen.
  • Erkennen von langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten als Entscheidungsgrundlage für die nachhaltige Regionalpolitik.
  • Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen inner- und außerhalb der Region.
  • Bereitstellung von Grundlagen von der Region und für die Region als Wissensbasis.
  • Gemeinsame Themenfindung mit der regionalen Bevölkerung und Mitwirkung an der Forschungsarbeit.
  • Konkrete, nachhaltige Umsetzungsprojekte, auch in Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen.
  • Regelmäßige Treffen dienen für den Aufbau und die Erweiterung der Plattform

Aktuelles

Die österreichische Gesellschaft für ökologische Langzeit-Forschung LTER-Austria (Long-term Ecosystem Research) präsentiert im Zuge einer internationalen Konferenz in Wien am 19. Februar 2015 das neue Weißbuch zur langfristigen Ökosystem-Forschung in Österreich. Wenn Österreich den Anschluss an die internationale Entwicklung nicht verpassen will, ist es dringend nötig, Infrastrukturen und Projekte der Ökosystem-Forschung nachhaltig sicherzustellen. Nähere Informationen und den Pressetext finden sie hier.

Workshop in Reichraming

 

Themenfelder

  • Wald
  • Landwirtschaft
  • Folgen des Klimawandels
  • Biologische Vielfalt, Naturschutz
  • Gewässerökologie
  • Nachhaltiger Karstwasserschutz und Stoffkreisläufe
  • Ländlicher Lebens- Wirtschafts- und Kulturraum


Der Forschungsraum umfasst sowohl die wirtschaftlichen Achsen rund um den Zentralraum Linz als auch Schutzgebiete wie die Nationalparke Gesäuse und Kalkalpen, Urwald Rothwald, Wildnisgebiet Zöbelboden, Naturpark Eisenwurzen, die Versuchsflächen der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein, das Hochschwabgebiet (GLORIA) und den Wassercluster Lunz. Weitere Einrichtungen und Dienstleistungsunternehmen auf der Regionalebene der drei Bundesländer sind Partner im Netzwerk (z.B. Regionalmanagement, Oberösterreichische Eisenstraße, Technologie- und Dienstleistungszentrum Ennstal, Studienzentrum für internationale Analysen (STUDIA).

Wie arbeitet Sozio-Ökologische Langzeitforschung?

  • Sammlung von Wissen der BürgerInnen und MultiplikatorInnen aus der Region.
  • Sammlung, Aufbereitung, Auswertung, und Bereitstellung sozio-ökonomischer, kulturhistorischer und naturräumlicher Daten.
  • Langfristige Beobachtung des Natur- und Sozialraums, Beschreibung und Bewertung der Einflüsse menschlichen Handelns auf Ökosysteme und Stoffflüsse und Ableitung von Folgewirkungen.


Die Langzeitforschung erstreckt sich dabei über die Bereiche der Ökosystemforschung, angewandte Natur- und Biodiversitätsforschung sowie sozio-ökonomische Forschung.

Antworten auf regionale Fragen

Die Eisenwurzen ist eine der am besten erforschten Regionen Österreichs und Europas. Aus der engen Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern mit der regionalen Bevölkerung ergibt sich eine Vielzahl von Fragestellungen, die in Einzelprojekten bearbeitet werden:

  • Wie kann den Herausforderungen durch die Änderung der Bevölkerungsstruktur im ländlichen Raum richtig und effizient begegnet werden?
  • Wie wirkt sich der Strukturwandel in der Landwirtschaft auf Gesellschaft und Natur aus?
  • Wie wirkt sich der Klimawandel langfristig auf die Region Eisenwurzen aus (Vegetation, Elementarereignisse, Tourismus, Landwirtschaft, Bevölkerung, Wirtschaft)?
  • Welche Basis für das wirtschaftliche Handeln bieten die Themen Naturschutz, Naturregionen, Nationalpark, Artenvielfalt?

Internationale Beziehungen

Die Forschungsplattform Eisenwurzen gilt als Vorzeigemodell unter den 32 LTSER Plattformen im europäischen Langzeitforschungs-Netzwerk. Die vermehrte Einbindung der Eisenwurzen in internationale Projekte ist durch die gute Vernetzung der Region möglich geworden.