Die Zukunft der Nationalpark Forschung

Hat die Forschung im Nationalpark Gesäuse eine Zukunft? Im Rahmen des Forschungssymposiums „Forschung in Schutzgebieten“ von Nationalparks Austria in Salzburg mit über 300 Teilnehmer/innen aus ganz Europa wurde das klar mit „Ja“ beantwortet. Mit zentralen Beiträgen zu Themen wie Artenvielfalt, Naturschutzmanagement und Klimawandel war der Nationalpark Gesäuse stark vertreten. Sechs Arbeiten von jungen Nachwuchsforscher/innen aus dem Gesäuse wurden mit dem Nationalparks Austria Wissenschaftspreis ausgezeichnet.

Ein wichtiges Thema bei dieser Tagung war der Zusammenhang von Artensterben und Klimawandel. Projekte im Nationalpark Gesäuse zeigen die Gefährdung von Arten durch steigende Temperaturen. Im Nationalpark Gesäuse können Gefahren, die von anderen Nutzungen ausgehen, ausgeschlossen werden.

Nationalparks ermöglichen durch den Schutz in der Kernzone eine „freie“ Entwicklung der Natur. Dadurch kann man überregionale oder globale Gefahren für die Artenvielfalt umso besser untersuchen. Zu diesen zählt derzeit vor allem die steigende Temperatur aufgrund des globalen Klimawandels. Dieser ist gerade in den Alpen besonders gravierend. Nicht nur die Gletscher im Nationalpark Hohe Tauern schmelzen, sondern auch das Eis in den Höhlen des Gesäuses. Von der Klimaerwärmung sind im Gesäuse aber besonders die endemischen, nur regional verbreiteten, Arten betroffen. Diese sind oft besonders kälteangepasst und auf den Gipfeln der Gesäuseberge beheimatet. Von dort werden sie bei steigenden Temperaturen aber über kurz oder lang verschwinden. In diesem Fall bedeutet dies das Aussterben dieser seltenen Arten.

Im Rahmen der Tagung wurden auch mehrere Diplomarbeiten aus dem Nationalpark Gesäuse prämiert. Der Themenbogen reichte hier von der Artenvielfalt auf Almen, über die Verbreitung der Gelbbauchunke, bis hin zur Angebotsnutzung von Erholungssuchenden im Nationalpark Gesäuse.

„Die Forschungsergebnisse aus allen Arbeiten sind ein wichtiger Beitrag für die tägliche Arbeit in den Bereichen Naturschutz, Bildung und Kommunikation im Nationalpark“, unterstreicht Herbert Wölger, Nationalparkdirektor im Gesäuse, die Bedeutung der Forschung. Die Prämierung der Arbeiten soll diesen Beitrag würdigen und zu mehr Kooperation zwischen den Nationalparks und den Universitäten anregen.

Ansprechpartner:
Mag. Daniel Kreiner MSc., Nationalpark Gesäuse +43 664 82 52 303

 

 



Gruppenfoto vom Forschungssymposium in Salzburg. ©Nationalpark Gesäuse GmbH
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