„22. Memorial Danilo Re“ Internationaler Ranger-Sportwettkampf im Nationalpark Gesäuse erfolgreich über die Bühne gegangen

Danilo Re - italienischer Nationalpark Ranger und 1995 bei Ausübung seiner Tätigkeit verstorben – ist Namensgeber dieses internationalen Ranger-Sportwettkampfes, der heuer von 26. bis 29. Jänner im Nationalpark Gesäuse durchgeführt wurde. Über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Slowenien, Italien, Frankreich und der Schweiz stellten sich nicht nur dem sportlichen Wettkampf, sondern nahmen auch an einem einzigartigen Netzwerktreffen mit internationalem Erfahrungsaustausch teil.

Eröffnungszeremonie am 26. Jänner durch Günter Liebel, Leiter der Sektion Umwelt und Klimaschutz im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Sektionschef Günter Liebel eröffnete das 22. Memorial Danilo Re am Donnerstag-Abend nach einem feierlichen Fackelzug der 36 Teams mit den Worten: „Die Nationalparks sind ein Aushängeschild für Österreich. Diese Veranstaltung ist beispielhaft für ihre wichtige Rolle für Natur und Regionen. Die positive wirtschaftliche Entwicklung in den ländlichen Regionen steht ebenso im Fokus wie die Erhaltung der geschützten Lebensräume mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Österreich hat derzeit den Vorsitz der Alpenkonvention. Dieser Ranger-Sportwettkampf der Alpennationalparks rückt auf besondere Weise die Alpen als verbindendes Element und das gemeinsame Bemühen um den Erhalt dieses wertvollen Natur- und Kulturraums in das öffentliche Bewusstsein.“

Gemeinsam gegeneinander: fachlicher Austausch & sportlicher Wettkampf

Das Memorial Danilo Re bietet seit Jahren eine optimale Plattform für Aufeinandertreffen und Netzwerken jener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Schutzgebieten des Alpenbogens, die täglich für Überwachung, Betreuung und Wissenstransfer verantwortlich sind. Ein breites berufliches Aufgabenfeld, das nicht nur herausfordernd, sondern oft auch überlebenswichtig für Mensch und Natur ist. Im Rahmen des Memorials werden Fachwissen, Austausch und Dialog verknüpft und gebündelt. Die gemeinschaftlichen Bemühungen und Zielsetzungen der teilnehmenden Schutzgebietsregionen rücken in den Vordergrund. Die Veranstaltung bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Alpengebiete sowohl auf logistischer und sportlicher Ebene als auch in touristischer Hinsicht international zu fördern. Darüber hinaus ermöglicht die Danilo Re Trophy, der Sport-Event, die Intensivierung zwischenmenschlicher Beziehungen und gesellschaftlichen Miteinanders, eine wichtige Plattform zum Erfahrungsaustausch und zur gemeinsamen Weiterbildung der Schutzgebietsbetreuerinnen und –betreuer im Alpenbogen. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt der Seminare und Bildungsinhalte bei zeitgemäßer Naturvermittlung nach dem Ansatz von „Interpretation“.

Heimvorteil: Austragungsort und Vorsitz Österreich

Heuer gab es in zweifacher Hinsicht Grund zum Jubel: Neben dem Nationalpark Gesäuse als erstmaligem Austragungsort des 22. Memorial Danilo Re übernimmt Österreich für die Periode 2017-2018 den Vorsitz der Alpenkonvention – dem völkerrechtlichen Übereinkommen über den umfassenden Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Alpen. Der Ranger-Sportwettkampf erwies sich als ideale Auftaktveranstaltung, um das verbindende Element aller Alpen-Anrainerstaaten sowie das gemeinsame Bemühen um den Erhalt dieses so einzigartigen Natur- und Kulturraums in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Der Nationalpark Gesäuse ist Teil von Nationalparks Austria, dem Dachverband der österreichischen Nationalparks.

Sportlicher Wettkampf: Kräftemessen zwischen 36 Teams aus dem Alpenbogen

Riesentorlauf, Langlauf und Schießen – das sind nicht nur jene Disziplinen, die das Kernstück olympischer Winterspiele bilden, sondern auch exakt die Sportarten – ergänzt durch Ski-Bergsteigen – im Rahmen derer sich alpine Schutzgebietsbetreuerinnen und –betreuer messen konnten. Der Teamgeist der Veranstaltung wird durch die sehr unterschiedlichen Leistungsniveaus der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterstrichen. Vom Hobbysportler bis zur Kaderathletin bot der Wettkampf für alle eine Herausforderung, da letztlich die gesamte Teamleistung ausschlaggebend war.
Den Gesamtsieg holte sich das Team 2 des Nationalparks Berchtesgaden vor dem Schweizer Parc Naziunal Svizzer-Team 1 und dem gemischten Team aus dem italienischen Parco Nazionale GranParadiso und dem französischen ParcNational de la Vanoise. Das Team aus Bayern ist somit bestens auf die 23. Auflage des Wettkampfes im Jahr 2018 vorbereitet, welcher im Nationalpark Berchtesgaden stattfinden wird.
Die drei Teams des Nationalparks Gesäuse schlugen sich tapfer und landeten im hinteren Mittelfeld. Wesentlich besser ging es allerdings Herbert Wölger, dem Direktor des Nationalparks Gesäuse, der aufgrund eines verletzungsbedingten Ausfalls im Team „Memorial Danilo Re Steering Commitee“ startete und diesem zu einem beachtlichen 14. Platz verhalf.

 

Rückfragehinweis:

Stefan Schröck
outdoor@gesaeuse.at
+43 664 1431733

Nationalparks Austria
Agnes Erler
office@nationalparksaustria.at
+43 (0) 2949 7005 75