Auf leisen Pfoten – Luchsgruppe gegründet

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Auf leisen Pfoten – Luchsgruppe gegründet

In den letzten Jahren häufen sich Nachweise des Luchses im Gebiet zwischen Eisenerz und Admont, so wurden im Nationalpark Gesäuse in den letzten 12 Monaten zwei verschiedene Luchse bestätigt, wovon einer aus einem oberösterreichischen Wurf 2014 stammt.

Auf Initiative des Jagdschutzvereines Admont / St. Gallen hat die Nationalparkverwaltung am 19. April 2016 ein Treffen von Vertretern aus Land- und Forstwirtschaft, Jagd und Naturschutz organisiert. Die Vertreter aus den unterschiedlichen Bereichen haben beschlossen, weiterhin zusammen zu arbeiten um Informationen auszutauschen und eventuell auftretende Probleme gemeinsam zu lösen.
Luchse sind, im Gegensatz zu Wolf und Bär Kulturflüchter, weshalb es höchst selten zu Konflikten mit Jagd oder Viehwirtschaft kommt. Ein durchschnittliches Luchsrevier ist 10.000 ha groß. Luchse ernähren sich in unserem Gebiet überwiegend von Rehwild und brauchen pro Woche ein Stück.

Was tun, wenn Sie einen Riss finden, der möglicherweise vom Luchs stammt? Jedenfalls unberührt liegen lassen. Luchsen kehren zurück und verwerten das gesamte Muskelfleisch. Bei Störung verlassen sie den Riss und machen sich erneut auf die Jagd. Die Luchsgruppe ersucht um die Meldung von Luchsnachweisen (Risse, Sichtungen, Fotos) an alexander.maringer@nationalpark.co.at, +43 3613 21000 31.

 

Fotos: © Nationalpark Gesäuse und Archiv