Wald

Wald - ein prägender Lebensraum

Der Wald im Nationalpark Gesäuse, die Vielzahl der Standorte führt zu vielfältigen Waldbildern.Mit einem Flächenanteil von etwa 50 % ist der Wald ein prägender Lebensraum im Nationalpark. Er war in der Vergangenheit eine wichtige Ressource in der Region, von der Gewinnung der Holzkohle bis zur heutigen Forstwirtschaft war ein langer Weg. Auch die Umwandlung von den fichtendominierten Wirtschaftswäldern zu gut strukturierten Mischwäldern mit Fichte, Tanne und Buche wird im Nationalpark Gesäuse seine Zeit benötigen.

Waldgesellschaften im Gesäuse

WaldgesellschaftenTrotz des starken Gebirgscharakters des Gesäuses sind es nicht die hochalpinen Bereiche, sondern die montanen und subalpinen Wälder, die flächenmäßig den größten Anteil des Lebensraumes im Nationalpark stellen. Je nach Untergrund und Höhenlage trifft man dabei auf ganz unterschiedliche Waldtypen, vom Auwald an der Enns bis hin zu Lärchen-Zirbenwäldern in hohen Lagen. Im Zuge der Waldinventur wurden 14 solcher Waldtypen ausgewiesen, wobei diese von Experten noch in weitere Untereinheiten untergliedert werden. Die wichtigsten Typen werden im Folgenden kurz vorgestellt.

Waldbewohner

RothirschJe vielfältiger die Strukturen im Wald, desto vielfältiger sind auch seine Bewohner. Sie nutzen das üppige Pflanzenangebot, verstecken sich im Dickicht, wohnen in abgestorbenen Bäumen oder suchen in den dichten Baumkronen Schutz. Reh, Hase, Fuchs, Specht und Käfer – sie alle sind Teil des Nahrungsnetzes im Lebensraum Wald.

Geschichte der Gesäusewälder

Holz als wertvoller Rohstofflieferant musste mühsam zu Tal gebracht werden. Holz war seit dem Beginn der Erzverarbeitung ein wertvoller Rohstoff. Der Bedarf an Holzkohle durch Hochöfen und Hammerwerke stieg im Mittelalter stetig an. Es musste damals sogar vor der Übernutzung der Wälder gewarnt werden.