Gewässer

Der Johnsbach

Enns

Die Enns im Gesäuse – eine Naturflusslandschaft, wie sie nur noch selten zu finden ist.Die Enns bildet das sensible Rückgrat des Nationalparks Gesäuse. Sie entspringt im Bundesland Salzburg (Radstätter Tauern am Fuß des Kraxenkogels, 1.735 m) und entwässert auf einer Länge von 254 km ein Einzugsgebiet von 6.080 km². Zwischen Quelle und Mündung in die Donau überwindet die Enns einen Höhenunterschied von 1.497 m. Sie ist somit der längste Fluss in Österreich, der sowohl im Land entspringt als auch auf österreichischem Staatsgebiet sein Ende findet.

Der Johnsbach

Der Johnsbach, einer der bedeutendsten Zubringer der Enns im Nationalpark.Der Johnsbach ist der bedeutendste Zubringer der Enns im Nationalpark. Er entspringt auf einer Seehöhe von rund 1.500 m in den Eisenerzer Alpen (Grauwackenzone, oberhalb der Grössingeralm). Er fließt Richtung Westen durch den Ort Johnsbach und ändert danach seine Fließrichtung abrupt um 90° nach Norden. Dabei durchbricht er auf 8 km in einem Kerbtal die Triaskalke und Dolomite der Gesäuseberge. Diese Strecke wird auch „Zwischenmäuer“ genannt.

Hartelsgraben

Im Hartelsgraben findet man einen außergewöhnlichen Lebensraum.Der zweitgrößte Zubringer der Enns im Nationalpark ist der Hartelsbach. Er ist vor allem im Frühjahr bei der Schneeschmelze von besonderem Reiz. Aufgrund der Steilheit finden sich immer wieder kleine Wasserfälle und moosbewachsene Kaskaden.

Der Quellreichtum des Gesäuses

Lebensspendendes Nass in der sonst verkarsteten Landschaft.Insgesamt rund 900 Gewässerpunkte, davon 650 Quellaustritte, 30 Schwinden bzw. Versickerungen und 115 Tümpel wurden auf 12.000 Hektar bisher erfasst. Die meisten größeren Quellen treten aus dem Dachsteinkalk zutage. Solche Formationen finden wir vor allem in der zentralen und östlichen Buchstein- und Hochtorgruppe, am Reichenstein und am Lugauer. Doch auch „Nicht-Karst-Quellen“ kommen im Gesäuse vor.

Sulzkarsee

Der Sulzkarsee ist der einzige größere See im Nationalpark.Der Sulzkarsee ist der einzige See im Nationalpark. An stehenden Gewässern gibt es ansonsten nur zeitweise wasserführende Tümpel, vor allem auf den Almen, da diese bevorzugt in Gebieten mit ausreichendem Wasservorkommen angelegt wurden. Der Sulzkarsee zeichnet sich durch seine starken Wasserschwankungen aus.

Was lebt im und am Wasser

Was lebt im und am WasserDie Enns und der Johnsbach sind wohl die 2 markantesten Gewässer im Nationalpark Gesäuse. Die sonst sehr stark regulierte Enns fließt im Nationalpark über mehrere Kilometer durch ein kaum verbautes Flussbett. Der Johnsbach, welcher im Bereich des Weidendoms in die Enns mündet, gilt nach wie vor als wilder Gebirgsbach.