Fachplan Raufußhuhn-Management

auerhuhnFachpläne dienen dazu, gezielte Schutz- und Förderungsmaßnahmen für einzelne Tier- und Pflanzenarten darzulegen, welche mit Maßnahmen des Lebensraum- und Gebietsschutzes nicht hinreichend abgedeckt werden können (Schmid et al., 2010).

Bei den im Nationalparkgebiet vorkommenden Raufußhuhnarten wurde mehrfach angemerkt, dass sie hohen, auch anthropogen bedingten, Belastungen ausgesetzt sind und die Vorkommen durch Prozessschutz allein möglicherweise nicht gesichert sind. Der Nationalpark Gesäuse ist ebenso verordnetes Natura-2000-Gebiet und nimmt seine Verantwortung für diese Arten der Vogelschutzrichtlinie aktiv wahr. Durch eine Evaluierung der bisherigen Pläne und Maßnahmen sowie durch das Ausloten von Handlungsspielräumen wird in diesem Fachplan das nötige Management und Monitoring von Raufußhühnern diskutiert.

Arten im Nationalpark

  • Auerhuhn
  • Birkhuhn
  • Schneehuhn
  • Haselhuhn

Zusammenfassung

Der Fachplan Raufußhuhn-Management identifiziert in den Handlungsfeldern „Habitatgestaltung“, „Besucherlenkung“, „Wildtiermanagement & Regulierung“, „Infrastruktur“ und „Kommunikation“ verschiedene Diskussionspunkte und formuliert Ziele für den Lebensraum von Auerhuhn, Birkhuhn, Haselhuhn und Schneehuhn im Nationalparkgebiet. Es werden die bisher erfolgten Festlegungen im Management beleuchtet und die Entwicklung der Arten seit Nationalparkgründung dargestellt. Bei der Ableitung von Maßnahmen wurden alle Fachbereiche des Nationalparks beteiligt und Expertenmeinungen eingeholt. Sofern sich aus der Diskussion relevante Punkte ergaben, wurden Maßnahmen ausformuliert und die Verantwortlichkeiten innerhalb der Nationalpark Gesäuse GmbH festgelegt. Das bietet die Grundlage zum Schutz der Raufußhühner für die kommenden 15 Jahre.