Gewässermanagement

Gewässermanagement im Nationalpark

Das Limnologische Konzept befasst sich mit der Limnologie, biologischen und ökologischen Struktur und Funktion der Enns und des Johnsbaches. Außerdem finden die Schutzgüter des Gewässers, die flussgeprägten Begleitlebensräume und deren naturschutzrelevanter Artenausstattung Berücksichtigung. Entsprechend dem Ziele im Nationalpark, möglichst freie Fließgewässerdynamik zu ermöglichen und bedrohte Arten zu schützen, werden auch Maßnahmen vorgeschlagen.

Alles für die Fisch? Der Zustand der Fischfauna in der Enns ist alarmierend!

In den letzten Jahren wurden viele Maßnahmen zur Fließgewässerrenaturierung im und um den Nationalpark gesetzt. Diese haben punktuell zu Verbesserungen geführt,  aber an der Enns ist der Fischbestand so niedrig wie noch nie! Seit es Aufzeichnungen darüber gibt sinkt sowohl die Artenzahl der Fische als auch deren Gesamtbiomasse scheinbar von Jahr zu Jahr. 

Leitlinie Enns

Blick ins EnnstalDie Leitlinie Enns ist als zentrale Planungsgrundlage für die Entwicklung der Enns-Flusslandschaft zwischen der Salzburger Landesgrenze bei Mandling und Hieflau konzipiert. Daten zum Ist-Zustand der Flusslandschaft und raumrelevante rechtliche Grundlagen werden fachbereichsübergreifend in Hinblick auf die thematischen Schwerpunkte Aquatische Lebensräume / Fischökologie, Flusslandschaft / Biotopvernetzung, Schutzwasserwirtschaft, Siedlungsentwicklung und Tourismus / Freizeit / Erholung zusammengeführt.

Artenschutzprojekt Ufer-Tamariske

Tamarisken sind an der Enns beinahe ausgestorben.Die Ufer-Tamariske (Myricaria germanica) ist ein Pionierstrauch auf Schotter- und Sandbänken entlang von Wildflüssen und Gebirgsbächen.

In der Steiermark beinahe ausgestorben und europaweit stark gefährdet verdient sie unsere besondere Aufmerksamkeit. Das Verschwinden dieser unscheinbaren, aber bei genauem Hinsehen sehr anmutigen Pflanze mit ihren kleinen, rosa Blüten ist auf die weitgehende Verbauung der Flüsse in Europa zurückzuführen. Die letzten größeren Bestände findet man in Österreich zum Beispiel noch am Lech oder auch am Kalser Bach in Kärnten. Auch im Gesäuse ist die Ufer-Tamariske bereits verschwunden.